Am Dienstag hatte die Arbeitsgruppe Verkehr der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Philipp Nagl zu Gast, den Vorstandsvorsitzenden der DB InfraGO. Im Mittelpunkt des Austauschs standen zentrale Fragen zur Zukunft der Schieneninfrastruktur in Deutschland und die Herausforderungen bei der Modernisierung des Netzes.
Besprochen wurden insbesondere die Digitalisierung der Schiene, die laufenden Korridorsanierungen, die Qualität des Netzes, das Baustellenmanagement sowie das Trassenpreissystem. Dabei wurde deutlich: Die Schiene steht vor großen Aufgaben. Zugleich sind in den kommenden Jahren wichtige Fortschritte zu erwarten.
Dr. Philipp Nagl verfügt über langjährige Erfahrung im Bahnsektor. Nach seiner Promotion im Jahr 2008 war er zunächst als Dozent sowie in Forschung und Beratung tätig, bevor er im selben Jahr zur Deutschen Bahn wechselte. Seit 2022 steht er an der Spitze der damaligen DB Netz AG. Mit der Verschmelzung von DB Station&Service und DB Netz zur DB InfraGO Ende 2023 wurde er Vorstandsvorsitzender des neuen Unternehmens.
Im Gespräch wurde auch deutlich, dass die Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen im Schienennetz dank des Sondervermögens spürbar Fahrt aufgenommen haben. Bereits bis Ende 2028 sollen zahlreiche Maßnahmen abgeschlossen werden. Dazu zählen Arbeiten an wichtigen Hauptstrecken ebenso wie Sanierungen in der Fläche.
Zu den zentralen Vorhaben gehören insbesondere Korridorsanierungen, allgemeine Sanierungsmaßnahmen sowie Ausbau- und Neubauprojekte. Auch in der Fläche laufen wichtige Maßnahmen, etwa an der Strecke Halle–Eichenberg, auf der Ruhr-Sieg-Strecke, bei der Sanierung Oberpfalz, der Sanierung Werdenfels und der Sanierung Allgäu.
Der Austausch mit Dr. Nagl hat erneut gezeigt, wie entscheidend eine leistungsfähige, verlässliche und moderne Schieneninfrastruktur für unser Land ist. Klar ist: Wer mehr Verkehr auf die Schiene bringen will, muss das Netz konsequent modernisieren, Engpässe beseitigen und die Qualität für Fahrgäste wie Güterverkehr gleichermaßen verbessern.