Am 28. und 29. September 2026 kam die Arbeitsgruppe Verkehr der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu ihrer Klausurtagung in Hamburg zusammen. Im Mittelpunkt standen die Zukunft der deutschen Seehäfen, die Herausforderungen für den Logistikstandort Deutschland sowie die Wettbewerbsfähigkeit unserer Luftfahrtindustrie.
Als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Verkehr war es mir besonders wichtig, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen unmittelbar vor Ort mit Vertretern aus Wirtschaft, Industrie und Verwaltung ins Gespräch zu kommen. Denn eine erfolgreiche Verkehrspolitik muss sich an den praktischen Herausforderungen orientieren.
Den Auftakt bildete eine Hafenrundfahrt mit zahlreichen Vertretern der Hafenwirtschaft, darunter die Hamburg Port Authority, Reedereien und Terminalbetreiber. Bei der anschließenden Besichtigung des Containerterminals Burchardkai sowie des Hamburg Vessel Coordination Centers erhielten wir spannende Einblicke in die Abläufe eines der wichtigsten Logistikstandorte Europas.
Dabei wurde einmal mehr deutlich: Unsere Seehäfen sind von herausragender Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Damit sie auch künftig im internationalen Wettbewerb bestehen können, brauchen wir leistungsfähige Hinterlandanbindungen, moderne Infrastruktur und schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Die Stärkung unserer Seehäfen ist deshalb nicht nur eine regionale, sondern eine nationale Aufgabe.
Am Abend konnten wir den Austausch mit führenden Vertretern der Hafen- und Logistikbranche sowie Hamburgs Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard und dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Ulrich Lange, vertiefen.
Der zweite Tag führte uns zum Airbus-Werk nach Hamburg-Finkenwerder. Nach einem Gespräch mit Vertretern der Unternehmensleitung erhielten wir bei einer Führung durch die Endmontagelinie der A320-Familie eindrucksvolle Einblicke in die moderne Flugzeugproduktion. Der Besuch verdeutlichte die enorme Innovationskraft der deutschen Luftfahrtindustrie und ihre Bedeutung für Beschäftigung, Wertschöpfung und technologischen Fortschritt.
Die beiden Tage haben gezeigt, wie eng leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und wirtschaftliche Stärke miteinander verbunden sind. Ob Seehäfen, Logistik oder Luftfahrt: Deutschland verfügt über großes Potenzial. Dieses können wir jedoch nur nutzen, wenn wir Investitionen erleichtern, Bürokratie abbauen und unsere Infrastruktur konsequent modernisieren.
Für mich steht fest: Deutschland braucht eine Verkehrspolitik, die ermöglicht statt verhindert, die Innovationen fördert und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes nachhaltig stärkt.
Mein Dank gilt allen Gesprächspartnern für den offenen Austausch und die interessanten Einblicke.