Björn Simon

Wir modernisieren die Fahrschulausbildung

Der Führerschein bedeutet für viele junge Menschen ein großes Stück Freiheit und Unabhängigkeit. Er ist aber auch eine wichtige Voraussetzung für Ausbildung, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig sind die Kosten für den Führerscheinerwerb in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Für viele Familien ist das mittlerweile eine große finanzielle Belastung. Das wollen wir ändern.

Deshalb haben wir in dieser Woche im Deutschen Bundestag eine umfassende Modernisierung der Fahrschulausbildung beschlossen. Unser Ziel ist klar: Der Führerschein muss wieder bezahlbarer werden – ohne Abstriche bei der Verkehrssicherheit.

Ein wichtiger Bestandteil der Reform ist die Digitalisierung der theoretischen Ausbildung. Künftig soll es möglich sein, sich das notwendige Wissen auch vollständig digital, beispielsweise über eine App, anzueignen. Fahrschulen erhalten dabei mehr Flexibilität, wie sie ihren Theorieunterricht gestalten. Gleichzeitig sollen der Fragenkatalog und das Bewertungssystem der theoretischen Prüfung vereinfacht werden.

Auch bei der praktischen Ausbildung setzen wir auf mehr Flexibilität. Statt starrer Vorgaben soll künftig stärker der tatsächliche Lernfortschritt der Fahrschüler im Mittelpunkt stehen. Darüber hinaus schaffen wir die rechtliche Grundlage dafür, dass Fahrschüler unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Fahrpraxis mit nahestehenden Personen, beispielsweise den Eltern, sammeln können. Diese Möglichkeit soll die professionelle Fahrschulausbildung sinnvoll ergänzen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Abbau unnötiger Bürokratie. Wir wollen Fahrschulen von übermäßigen Dokumentations- und Aufzeichnungspflichten entlasten und die Fortbildung von Fahrlehrern vereinfachen. Das schafft mehr Freiräume für die eigentliche Ausbildung und hilft dabei, Kosten zu reduzieren.

Auch in meiner Rede im Deutschen Bundestag habe ich deutlich gemacht: „Der Führerschein darf kein Luxus sein!“ Bei durchschnittlichen Kosten von rund 3.400 Euro wird der Führerscheinerwerb für viele junge Menschen zu einer erheblichen finanziellen Belastung. Gerade bei uns im Rhein-Main-Gebiet ist der Führerschein aber häufig eine wichtige Voraussetzung, um den Arbeitsplatz oder die Ausbildungsstätte erreichen zu können. Deshalb habe ich mich für weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung und mehr Vertrauen in die Eigenverantwortung von Fahrschulen und Familien ausgesprochen. Denn für mich gilt: „Nichts ist ein Muss, alles ist ein Kann. Wir öffnen das System.“

Für mich steht fest: Mobilität darf keine Frage des Geldbeutels sein. Gerade im ländlichen Raum und in Regionen, in denen viele Menschen auf das Auto angewiesen sind, ist der Führerschein für junge Menschen von besonderer Bedeutung. Mit der Reform schaffen wir die Voraussetzungen für eine zeitgemäße, flexiblere und kostengünstigere Fahrschulausbildung. Dabei bleibt die Verkehrssicherheit unser oberster Maßstab.

Ein Mitschnitt meiner Rede finden Sie hier: https://dbtg.tv/cvid/7667181

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