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Bewusstsein auch bei Alttextilien schaffen

In dieser Woche habe ich auf der Fachtagung „Gemeinschaft für textile Zukunft“ an einer Podiumsdiskussion zum Thema Textilrecycling teilgenommen. Das Thema, das in der öffentlichen Wahrnehmung nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist überaus wichtig, da die aktuellen Modetrends klar in Richtung der sogenannten “Fast Fashion” gehen. Damit ist Kleidung gemeint, die eine niedrige Qualität sowie eine kurze Lebenszeit hat und nicht wiederverwendbar oder -verwertbar ist.

Meiner Ansicht nach muss Mode wieder nachhaltiger werden. Zudem brauchen wir einen neuen und bewussteren Umgang mit Kleidung und Textilien. Das kann nur erreicht werden, wenn sich alle Beteiligten der textilen Wertschöpfungskette dessen bewusst werden und entsprechend zusammenarbeiten. So fängt die Verantwortung für die spätere Weiterverwendung und das Recycling von Kleidung beispielsweise schon beim Design an. Denn ein günstig produziertes T-Shirt für den Weiterverkauf aufzubereiten ist schlicht zu teuer. Wir müssen

Ob eine Steuer das richtige Instrument für einen Lösungsansatz ist wage ich zu bezweifeln. Eine erweiterte Herstellerverantwortung kann ich mir dagegen gut vorstellen, beispielsweise durch Designrichtlinien die auch das Recycling berücksichtigen. Wir müssen letzten Endes daran arbeiten, ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen, das sowohl bei den großen Herstellern als auch bei den Konsumenten zu einem entsprechenden Umdenken führt. Das funktioniert in anderen Bereichen der Kreislaufwirtschaft schon relativ gut. Bei Alttextilien stehen wir hier allerdings noch am Anfang.