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Bund fördert Vorhaben der Stadtwerke Dietzenbach für Kläranlage mit 600.000 Euro

Die geschäftsführende Bundesregierung fördert drei Einzelvorhaben der Stadtwerke Dietzenbach GmbH für die Kläranlage der Kreisstadt mit insgesamt 600.000 Euro. Die Fördermittel stammen aus dem Programm „Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld“ – auch Kommunalrichtlinie genannt – des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Ich begrüße das finanzielle Engagement des Bundes in Dietzenbach und insbesondere im Hinblick auf die örtliche Kläranlage ausdrücklich. In der Anlage wird seit mehr als 50 Jahren das Abwasser der rund 35.000 Einwohner und der in Dietzenbach ansässigen Gewerbe- und Industriebetriebe behandelt. Seit Beginn des Jahres 2020 haben hier die Stadtwerke die Betriebsführung übernommen und sind seitdem für den ordnungsgemäßen Betrieb zuständig. Ich freue mich sehr, dass der Bund hier unterstützend tätig wird.

Das erste Einzelvorhaben betrifft die Erneuerung und Optimierung der Belüftung im Belebungsbecken der Kläranlage. So soll ein unterirdisches Becken, die sogenannte „Kaskade 1b“ geöffnet und erweitert werden. Durch diese Maßnahme wird dasBelebungsbeckenvolumen deutlich vergrößert und die Kapazität der Anlage erhöht. Der Bewilligungszeitraum hierfür läuft vom 1.11.2021 bis zum 31.10.2023, die Zuwendung beträgt 200.000 Euro. 

Das zweite Einzelvorhaben betrifft die Erneuerung der Pumpensysteme und Motoren in der „Kaskade 1b“ der Kläranlage. Dieses Teilprojekt umfasst die Demontage der Pumpen zur Zwischenanhebung, die Montage von Rezirkulationspumpen sowie den Austausch der Rührwerke. Auch hierfür läuft der Bewilligungszeitraum vom 1.11.2021 bis zum 31.10.2023, die Zuwendung beträgt ebenso 200.000 Euro. 

Das dritte Einzelvorhaben betrifft wiederum die Änderung der Verfahrenstechnik inklusive der Schaffung von Möglichkeiten zur Filtratwasserbehandlung zur energetischen Optimierung. Dabei sollen die Aggregate so bemessen werden, dass ein Betrieb möglichst nah am höchsten Wirkungsgrad ermöglicht wird. Für dieses dritte Teilprojekt läuft der Bewilligungszeitraum vom 1.11.2021 bis zum 31.10.2024, die Zuwendung beträgt auch hier 200.000 Euro. 

Ziel der drei Maßnahmen ist es, den spezifischen Energieverbrauch der Kläranlage um ca. 8,0 - 8,5 kWh/EW/a zu reduzieren. Die Optimierung der Schlammwasserbehandlung führt zusätzlich zu ca. 0,2 kWh/EW/a.

In Kommunen und im kommunalen Umfeld liegen große Potenziale zur Minderung von Treibhausgasen. Mit der Kommunalrichtlinie fördert die Bundesregierung und das federführend zuständige Bundesumweltministerium bereits seit 2008 den kommunalen Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Seit der Initiierung vor 13 Jahren wurden bis Ende 2020 mehr als 35.500 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,23 Milliarden Euro durchgeführt