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Aktuelles

Unternehmensbesuch bei Remondis in Lünen (NRW)

Den Verlauf der parlamentarischen Sommerpause nutze ich nicht nur für die Teilnahme an vielen Veranstaltungen im Wahlkreis, sondern auch für Unternehmensbesuche. Obwohl sich diese Besuche meist auf Stadt und Kreis Offenbach beschränken war ich vor wenigen Tagen gemeinsam mit meiner Abgeordnetenkollegin Astrid Damerow bei der Firma Remondis im nordrhein-westfälischen Lünen zu Gast. Hintergrund ist, dass das auf Recycling spezialisierte Unternehmen meine Berichterstattung im Umweltausschuss des Bundestages betrifft.

Das sogenannte Lippewerk der Firmengruppe Remondis gilt mit seinem 230 Hektar großen Gelände als Europas größtes Zentrum für industrielles Recycling und bietet 1.400 Arbeitsplätze. Von Biogut über Metallschlacken bis hin zu Kunststoffen werden hier verschiedenste Wertstoffe aus Abfällen zurückgewonnen und in den Stoffkreislauf zurückgeführt oder der Industrie zur Verfügung gestellt. Insgesamt werden jährlich 1,4 Millionen Tonnen Reststoffe in das Lippewerk geliefert, von welchen 900.000 Tonnen das Werk wieder als Recyclingrohstoffe und Produkte verlassen. So bereitet das Unternehmen am Standort in Lünen beispielsweise jedes Jahr 22.400 Tonnen an Plastikprodukten wie Kanister, Fässer, Rohre, Eimer und Formteile auf und erzeugt daraus reines, hochwertiges Granulat, welches dann wieder als industrieller Rohstoff verwendet werden kann. Darüber hinaus produziert Remondis vor Ort durch die Abfallverbrennungsanlagen 337.000 MWh Energie. Damit ist der Eigenbedarf um mehr als das Doppelte abgedeckt und über 222.000 Megawattstunden können vom öffentlichen Netz und anderen externen Abnehmern genutzt werden. Damit werden pro Jahr nicht weniger als 488.000 Tonnen CO2 eingespart.

Nach einer spannenden Führung über das Gelände diskutierten wir mit der Geschäftsführung über die aktuellen Themen und Entwicklungen in der Recyclingwirtschaft. So erläuterte man mir, dass es in letzter Zeit vermehrt zu Bränden in Sortier- und Recyclinganlagen gekommen ist. Die Ursache hierfür liegt in illegal untergemischten Lithium-Ionen Batterien, die Feuer fangen und mit ihrem zunehmenden Gebrauch zu einem ernsten Problem für die Recyclingwirtschaft werden können. Hier ist ohne Zweifel ein geschlossener Kreislauf für Batterien notwendig, zudem müssen die entsprechenden Recyclingmöglichkeiten und Potenziale weiter erforscht werden.