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Aktuelles

Austausch mit der Kreishandwerkerschaft Stadt und Kreis Offenbach

Zum Ende meiner alljährlichen Sommertour  habe ich kürzlich bei der Kreishandwerkerschaft Stadt und Kreis Offenbach Station gemacht. Dort nutzte ich die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Vorstandvertretern über die aktuelle Entwicklung des lokalen Handwerks und seine Herausforderungen in der Corona-Krise.

Kreishandwerksmeister Wolfgang Kramwinkel erläuterte mir, dass die Corona-Krise auch im zweiten Quartal 2020 die konjunkturelle Entwicklung im regionalen Handwerk geprägt habe. Zwar habe die Mehrzahl der Handwerksbetriebe in Kreis und Stadt Offenbach bislang verhältnismäßig die Corona-Krise gut überstanden, jedoch seien dabei die verschiedenen Gewerke ganz unterschiedlich davon betroffen worden. Während Bau- und Ausbau, sowie Dienstleistungsbetriebe bisher meist wenig Auswirkungen spürten, habe sich die Geschäftslage bei den meisten anderen Gewerken deutlich verschlechtert. Besonders stark von der Krise betroffen seien u. a. die KFZ-Branche (im Verkauf), das Lebensmittelhandwerk, der Cateringbereich und die Frisöre.

Rückfällig sei auch die Zahl der Lehrlinge. Zahlreiche Lehrstellen im regionalen Handwerk blieben bisher unbesetzt. Für den Geschäftsführer Uwe Czupalla kommt diese Entwicklung angesichts der Corona-bedingten Einschränkungen nicht überraschend. Seit März haben praktisch keine Ausbildungsmessen und kaum Berufsorientierungstage an Schulen stattgefunden. Damit seien in diesem Jahr wichtige Veranstaltungen entfallen, bei denen Jugendliche und Betriebe zusammenkommen würden. Deren Wegfall lasse sich nicht kurzfristig kompensieren.

Unabhängig von der Corona-Krise habe es in den vergangenen Monaten allerdings auch eine Reihe von positiven Entwicklungen gegeben, betonten die Vorstandsmitglieder einstimmig. So sei die Rückkehr zur Meisterpflicht für zwölf Gewerke, die ich in Berlin politisch auch unterstützt habe, ein starkes Zeichen für mehr Qualität und Qualifizierung im Handwerk, so Kramwinkel.

Positiv bewerte wurde auch das beschlossene Corona-Konjukturpaket der Bundespolitik. Für die stell. Vorsitzenden, Denis Kern und Frank Willkomm,  sei das Konjunktur-Paket der Bundesregierung eine gute Sache. Diese wurde von Handwerksbetrieben umfangreich genutzt.  Allerdings gab es auch Kritik in Bezug auf den enormen Verwaltungsaufwand in Zusammenhang mit der Senkung der Mehrwertsteuer. Zwar sei die Mehrwertsteuersenkung prinzipiell richtig, die praktische Umsetzung in den Betrieben gestalte sich sehr umständlich, erklärte Kern. Alle anwesenden Vertreter der Kreishandwerkerschaft forderten die Senkung der Mehrwertsteuer über das zweite Halbjahr 2020 zu verlängern.

Ich bedanke mich für die Einblicke. Das Handwerk ist in unserer Region Rhein-Main ein wichtiger Grundpfeiler der Wirtschaft und biete über seine vielfältigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten Zukunftsperspektiven für junge Menschen aller Schulformen. Daher müssen wir als Politiker die Handwerksbetriebe weiterhin unterstützen und positive Anreize schaffen, damit sie auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben.