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Aktuelles

Besuch beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach

Ende Mai habe ich mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach eine von mehreren Bundesbehörden in meinem Wahlkreis besucht. Der DWD betreibt das dichteste und größte meteorologische Messnetz in Deutschland mit 51 Personalbesetzten Wetterwarten, 16 Flugwetterwarten und 131 automatischen Wetterstationen. Dazu kommen noch etwa 1800 Stationen, die von ehrenamtlichen Wetterbeobachtern betreut werden. Der Wetterdienst kommt der  wichtigen Aufgabe nach, die Bevölkerung vor wetterbedingten Gefahren zu warnen sowie das Klima in Deutschland zu überwachen, zu dokumentieren und seine Veränderungen zu bewerten. Um diese Aufgabe frühestmöglich und ortsgenau erfüllen zu können, setzt der DWD auf modernste Radartechnik. Die Radaranlagen des DWD beantworten dabei die Frage: "Wie viel Niederschlag fällt an welchem Ort, in welcher Zeit, und in welcher Form?". Darüber hinaus helfen die Radarsysteme den Meteorologen bei der Beantwortung der Frage: "Besteht dadurch eine erhöhte Gefahr für die Sicherheit der Bevölkerung?" Das Wetterradar ist weltweit das einzige Messverfahren zur flächendeckenden und dreidimensionalen Niederschlagsmessung und unterstützt somit wesentlich optimale Wettervorhersagen und Wetterwarnungen. Der DWD betreibt einen flächendeckenden Verbund aus 17 operationellen Wetterradaren, welcher das Gebiet der gesamten Bundesrepublik abdeckt. Aus den Daten der Einzelstandorte werden zum Beispiel Flächendarstellungen von Niederschlagsgebieten generiert, die den Meteorologen des DWD und der gesamten Bevölkerung Auskunft über die aktuelle Niederschlagsverteilung geben.
Im Gespräch mit dem Präsidenten des Wetterdienstes Herr Prof. Gerhard Adrian konnte ich zudem die Problematik von Windrädern in unmittelbarer Nähe zu Messradaranlagen diskutieren. Windenergieanlagen besitzen auf Grund ihrer Bauweise eine hohe reflektierende Fläche, die sich aus dem Turm und der Generatorkabine zusammensetzt. Zusätzlich verursachen die Rotorblätter durch ihre permanente Drehung eine Phasenverschiebung der reflektierten Radarwelle, wodurch ein Windrad nicht als zeitlich konstantes Störecho erkannt wird. Die hohen Reflektionen durch Turm und Kabine deuten somit irrtümlich Niederschlagsregionen an, welche aufgrund ihrer hohen Intensität fälschlicherweise auf Unwetter hindeuten. Die Störsignale von Windrädern sind dabei räumlich und zeitlich sehr variabel. Um diese Störfaktoren zu vermeiden, ist eine starke räumliche Trennung wichtig, die jedoch durch die gleichen räumlichen Anforderungen (Flächen mit guter Horizontfreiheit) in Deutschland immer seltener werden. Es ergibt sich also ein Konflikt zwischen den gesetzlichen Aufgaben des DWD und dem gesellschaftlichen und politischen Ziel der Energiewende in Deutschland.